Ein Feuerwerk für eine Königin

03.08.2016 — Sprengstoff im Mittelalter

In unserem Roman DIE KÖNIGIN DER DIEBE lernt unsere Heldin Marijana von dem Alchimisten auf der Burg ihres Vaters, wie man Sprengpulver herstellt. Damals war dieses Wissen noch nicht sehr verbreitet, seine potentiell tödliche Wirkung hatte sich noch nicht herumgesprochen.
Denn in Europa wurde das Sprengpulver, das heute Schwarzpulver genannt wird, sehr wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfunden. Es war in der Regel eine Mischung aus Salpeter, Holzkohle und Schwefel. In dem Buch Liber ignum comburandum hostes – Das Buch vom Feuer, um Feinde zu verbrennen, dessen Verfasser nicht bekannt ist, wird die Herstellung von Sprengpulver exakt beschrieben. Es datiert auf das Jahr 1250, wobei es sein kann, dass es sich um eine Abschrift eines älteren Werks handelt. Der erste geschichtlich bezeugte Einsatz von Kanonen geschah zur Verteidigung von Meersburg am Bodensee, Sitz des Freiburger Bischofs Nikolaus I., im Jahr 1334.
Das erste friedliche Feuerwerk in Europa wurde, soweit bekannt, 1379 in Italien veranstaltet. Oder vielleicht doch schon einige Jahre früher in Bayern, anlässlich einer Hochzeit auf einer Burg …

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