Arsen, Taubenmist und Hundeblut

18.02.2017 — Schönheitsbehandlungen im Mittelalter

Gurkenscheibchen aufs Gesicht legen, Falten wegspritzen und Fett absaugen sind einige der Methoden, mit denen Frauen heutzutage versuchen, ihr Aussehen zu verbessern. Aber glauben Sie ja nicht, sich für die Schönheit zu malträtieren wäre eine Erfindung der Neuzeit! Schon im Mittelalter quälten sich Frauen, um dem gängigen Ideal zu entsprechen, und es gibt endlose Listen mit Rezepturen, etwa für blasse Haut, wie sie damals in Mode war. So sollte z.B. eine Paste aus Taubenmist und Essig auf die Brust gestrichen werden, damit sie klein und fest bleibt. Besonders wichtig, und, anders als das Schminken von der Kirche toleriert, war wohl schon damals die Entfernung von Körperhaaren. Dabei wurde häufig eine Mischung aus Ätzkalk und Arsensulfit verwendet, was nicht gerade gesundheitsförderlich war. Zudem gab es Rezepturen, die das Nachwachsen der Haare eindämmen sollten, z.B. aus Hundeblut, Kalbsurin oder zerstoßenen Blutegeln. Wie heißt es noch: wer schön sein will, muss leiden …

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